Begründung:
Viele Gartenbesitzer gießen ihre Vor- und Hausgärten mit Trinkwasser. In den letzten heißen Sommern wurde zunehmend das Trinkwasser knapp. Es gab Aufforderungen von mehreren Kommunen auf das Bewässern von Rasen und Gärten und das Füllen der Swimmingpools zu verzichten.
Die Alternative wäre die Verwendung von Brauchwasser. Dies ist bei uns im Johannisberger Grund an der alten Waage vorhanden, wird aber vorwiegend von Winzern genutzt, die auch die entsprechenden Transportfahrzeuge haben.
Für alle übrigen Bürger*innen gibt es ein Transportproblem und evtl. auch die fehlende Möglichkeit, Brauchwasser auf ihrem Grundstück zu speichern, weil keine Zisternen vorhanden sind.
Erfahrung aus einer WEG: In den letzten heißen Sommern waren regelmäßig die drei Zisternen, die das Regenwasser von den sechs Hausdächern aufsammeln, Ende Juli/Anfang August leer. Da die WEG ebenfalls über kein Transportfahrzeug verfügt, wurde ein privates Transportunternehmen beauftragt, das Brauchwasser von einer nur 500 m entfernten Entnahmestelle zu den Zisternen beförderte und diese befüllte. Zeitaufwand dafür etwa ein halber Tag. Endgültige Kosten: Die Entnahme von Brauchwasser kostet die WEG im Jahr 50 € als öffentlich abzuführende Gebühr an die Stadt, egal welche Menge entnommen wird. Aber die Kosten für Transport und Arbeit sind hoch: Das Brauchwasser kostete die WEG infolge der hohen Transportkosten das Zehnfache, als wenn es aus dem Trinkwasserhahn genommen worden wäre.
Fazit: Kein(e) private(r) Gartenbesitzer(in) wird unter diesen Umständen Brauchwasser verwenden, sondern weiterhin wertvolles Trinkwasser für die Gartenbewässerung nutzen. Deshalb sollte in Zukunft Brauchwasser für alle Bürger*innen kostengünstig sein.
Fragen und Probleme, die geklärt werden sollten:
Sind bei den Haus- und Wohnungseigentümern Zisternen vorhanden, die man mit Brauchwasser befüllen könnte?
Wenn nicht, sollte man durch Vorgaben in den Bebauungsplänen bzw. Gestaltungssatzungen für Gebäude, die neu gebaut oder renoviert werden, den Bau einer Zisterne vorschreiben?
Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für den Transport? Könnten Bürger*innen ein Transportfahrzeug ausleihen? Von wem? Können die Stadt oder private Unternehmen ein solches Fahrzeug kostengünstig zur Verfügung stellen?
G. Weigand, 12.05.2021
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